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Der TuS Sörgenloch wurde 1953 gegründet. Die folgende Chronik wurde von Karl-Heinz Hayer zusammengetragen und dokumentiert die Geschichte des Vereins und seiner Abteilungen bis ins Jahr 2016.

Auf einen Blick

Die wichtigsten Meilensteine

1953Vereinsgründung durch Georg Mann
1956Gründung der Tischtennisabteilung
1964Bau der ersten Sporthalle
1970erGründung der Gymnastikabteilungen
1985Fußball: C-Klassen-Meister
2003Erweiterung & Modernisierung der Sporthalle
2006Tischtennis-Damen: Aufstieg Verbandsoberliga
2011Fußball: Kreisliga-Meisterschaft
2014Mehrgenerationenplatz eingeweiht
2025Frank Schmitt: Tischtennis-Europameister 🥇
Vereinschronik · Teil 1

Die Gründungszeit

Sportplatz und Sporthalle, Fußballmannschaft und Tischtennis-Teams, Gymnastik- und Turnabteilung – für die Sörgenlocher Bewohner gehören diese Einrichtungen und Gruppen zum festen Bestandteil des Ortes und seines regen Vereinslebens. Doch hinter diesem heute selbstverständlichen Erscheinungsbild des Sörgenlocher Sportvereins verbirgt sich ein langwieriger Entwicklungsprozess, der weder geradlinig noch ohne Rückschläge verlief, letztendlich aber dennoch zu einer Erfolgsgeschichte avancierte.

Die Gründung des TuS Sörgenloch geht im wesentlichen auf die Initiative von Georg Mann zurück, der 1953 die Sörgenlocher Kerbetage nutzte, um für seine Idee zu werben, einen Turn- und Sportverein ins Leben zu rufen. Schon wenige Tage später versammelten sich in der Gaststätte „Simon" achtzehn sportbegeisterte Sörgenlocher, um die ersten vorbereitenden Schritte der Vereinsgründung in die Wege zu leiten.

Als eigentliches Geburtsdatum fand dann der 31. Oktober 1953 Eingang in die Chronik. An diesem Tag wurde im Lokal „Münzenberger" die Gründungsversammlung abgehalten. Vierzig anwesende Personen wurden in die Mitgliederliste aufgenommen. Als ersten Vorsitzenden wählte die Versammlung Georg Mann, der dieses Amt bis 1956 begleitete.

Die räumlichen Möglichkeiten für sportliche Betätigung waren 1953 äußerst begrenzt. Vor allem die Errichtung eines funktionstüchtigen Sportplatzes stellte ein Hauptproblem der Anfangsjahre dar. Behelfsmäßig richtete man „An der Köthenmühle" eine Wiese als Spielfeld her, die für viele Jahre die Heimat der Fußballmannschaft sein sollte. Die Turngruppe, die am 20. Juni 1954 mit der Teilnahme am Kreiskinderturnfest in Marienborn ihren ersten offiziellen Auftritt verzeichnete, musste im provisorisch hergerichteten Festsaal der Gaststätte „Münzenberger" üben.

Bereits in den ersten zwölf Monaten wuchs der TuS Sörgenloch auf über hundert Mitglieder an. 1961 wurde mit der ersten Weihnachts- und Jahresabschlussfeier eine Veranstaltung ins Leben gerufen, die bis in die Gegenwart beibehalten wird. Über mehr als drei Jahrzehnte gehörte ein Auftritt des Weihnachtsmannes in Person von Hans Dapper zum festen Bestandteil.

Das Sportplatz-Problem blieb bis Ende der 1960er Jahre ungelöst. 1962 erwarb der Verein ein Grundstück östlich des Friedhofes – finanziert durch einen Kredit über fünftausend Mark, für den sich Vorstandsmitglieder als persönlich haftende Bürgen zur Verfügung stellten. Trotz Planierungsarbeiten durch eine amerikanische Pioniereinheit aus Dexheim erwies sich das Gelände 1967 als ungeeignet. Wieder am Nullpunkt.

Lichtblick war 1967 die Gründung der Gymnastikabteilung, 1968 folgte die Turnabteilung. Alle Gruppen bezogen Quartier in der Turnhalle der neuen Schule. 1971 wurde die Tischtennisabteilung gegründet. Seit Beginn der siebziger Jahre konnte der Verein den Sörgenlocher Bürgern ein umfassendes Repertoire an Sportmöglichkeiten anbieten.

Vereinschronik · Teil 2

Die Aufbauzeit

Im Januar 1969 wurde Horst Schlager zum neuen ersten Vorsitzenden gewählt. Er begleitete dieses Amt bis ins Jahr 2000 und hat in diesen einunddreißig Jahren den Verein und seine Strukturen ganz maßgeblich gestaltet.

Unter seiner Führung gelang endlich die lang ersehnte Verwirklichung des eigenen Sportplatzes. 1971 stellte die Gemeindeverwaltung unter Bürgermeister Johann Michel im Mühlweg fünf Morgen Ackerland zur Verfügung. Dank Zuschüssen der Bezirksregierung und Gemeindegeld wurde der Bau finanziert. Am 7. Januar 1973 konnte die neue Anlage in Betrieb genommen werden – Bürgermeister Johann Michel und Ehrenmitglied Georg Mann führten den ersten Anstoß aus.

Schon bald folgte das nächste Großprojekt: der Bau des Sportheims. Im Mai 1973 begannen die Arbeiten; über zwei Jahre investierten viele Mitglieder mehrere tausend Stunden freiwilliger Arbeit. Am 9. August 1975 wurde das Gebäude eingeweiht: eine Turnhalle, zwei Umkleidekabinen und eine gemütliche Vereinskneipe. Mit Egon Wettig stellte sich dem TuS ein Mann zur Verfügung, der seither tagtäglich alle anfallenden Arbeiten mit größtem Eifer verrichtet. 1977 erhielt der Sportplatz eine Flutlichtanlage.

Gerade rechtzeitig zum 25-jährigen Jubiläum 1978 konnte die Aufbauphase als abgeschlossen gelten. Das Jubiläumswochenende am 19./20. Mai 1978 startete mit Totenehrung und Kranzniederlegung, gefolgt von einer akademischen Feier im Festzelt, einem Bunten Abend, Turn- und Gymnastikschau, Kinderfest und Tanzveranstaltungen mit „Nighttrain" und „Ringos".

In den 1980er Jahren wurden Sporthalle und Vereinskneipe weiter ausgebaut: 1984 Anbau eines Geräteraums (dank starkem Ehrenamtseinsatz nur ein Drittel der Fördergelder verbraucht), 1990 Überdachung des Sportheim-Vorplatzes. 1992 musste der Sportplatz grundlegend saniert werden – neue Deckschicht, moderne Bewässerungsanlage und Aluminiumtore schufen optimale Bedingungen, genau rechtzeitig zur Gründung der Spielgemeinschaft mit dem FC Udenheim. Die solide Vereinsfinanzierung über all diese Jahre verdankt der TuS nicht zuletzt Kassenwart Rudolf Schlösser.

Vereinschronik · Teil 3

Die Ausbauzeit

In den letzten zehn Jahren vor dem Jubiläum 2003 erfolgte ein weiterer intensiver Ausbau des Sportangebots. Mutter-Kind-Turnen (1989), Jazz-Tanz (1992), Männergymnastik (1992), die Gruppe „Spiel-Sport-Spaß" (1998) und Volleyball für Kinder (2000) erfreuen sich größter Beliebtheit und trugen maßgeblich dazu bei, dass der Verein im Jubiläumsjahr auf über fünfhundert Mitglieder angewachsen ist, deren aktiver Teil sich in sechsundzwanzig Sportgruppen und Mannschaften engagiert.

Sehr einfallsreich zeigte sich der Verein auch bei gesellschaftlichen Veranstaltungen: Jedermannturnier (1993–1999), Spaß-Olympiade (seit 2000) und Herbstwanderung (seit 1995). Für Kinder erfreuen sich Kinderspielfest und Wochenendausflug (beide seit 1992) ungebrochen großer Beliebtheit.

In den Jahren 2001 und 2002 erfolgte mit der großzügigen Erweiterung der Sporthalle ein wichtiger Schritt in die Zukunft. Bürgermeister Dr. Gerhard Wagner konnte erhebliche öffentliche Zuschüsse einwerben; der Verkauf des vereinseigenen Grundstücks im Rahmen des Neubaugebietes „An der Oberhecke" sicherte die Finanzierung. Ein gehöriger Teil wurde in Eigenleistung erbracht – in einer fast achtzehn Monate währenden Bauphase wurde die Halle in ein kleines Schmuckkästchen verwandelt. Seit Oktober 2002 steht sie wieder zur Verfügung.

Vereinschronik · Teil 4

Die Neuzeit

Das 50-jährige Vereinsjubiläum 2003 fand den TuS Sörgenloch auf solidem Fundament: über fünfhundert Mitglieder in sechsundzwanzig Sportgruppen, eine frisch erweiterte Horst-Schlager-Halle und ein Vereinsleben, das weit über den Sport hinausreichte. 2014 wurde der Mehrgenerationenplatz Sörgenloch eingeweiht – Boulebahnen, ein Calisthenics-Parcours und Freiraum für Begegnungen aller Generationen, mitgetragen von der Verbandsgemeinde und bundesweit als Vorbild anerkannt.

Das Jahr 2020 brachte mit der Covid-19-Pandemie die schwerste Unterbrechung der Vereinsgeschichte. Übungsstunden, Wettkämpfe und Veranstaltungen entfielen monatelang; Übungsvideos und Radtouren hielten die Gemeinschaft zusammen. Trotz der Zwangspause erlitt der TuS weder Mitgliederschwund noch finanzielle Schieflage. Noch während der Krise fiel eine strategische Entscheidung: Im Sommer 2020 wurde mit dem TSV Zornheim eine Jugendspielgemeinschaft im Fußball gegründet.

Nach dem Ende der Pandemie kehrte der Sportbetrieb 2022 zurück. Die Energiekrise – für viele Vereine existenzbedrohend – überbrückte der TuS, da die Verbandsgemeinde die Energiekosten für Halle und Platz trägt. Zugleich wurde die Vereinskneipe grundlegend saniert: neuer Boden, Decke, Fenster und Beleuchtung sowie gläserne Schiebeläden zum Mehrgenerationenplatz. Im Frühjahr 2023 schloss sich der Kids Club Sörgenloch dem TuS an – ein seit Jahren bewährtes Angebot für Ferienbetreuung und Freizeitgestaltung der Dorfkinder.

Am 4. Mai 2024 veranstaltete der TuS gemeinsam mit der Verbandsgemeinde Nieder-Olm und dem Landessportbund Rheinland-Pfalz den Aktionstag „Vielfalt bewegt uns alle". Rund 300 Besucher probierten Rollstuhl-Basketball, Parkinson Pong und Boule – Inklusion im Sport, ganz praktisch. Im Jahr 2025 verabschiedete die Mitgliederversammlung einstimmig ein Vereinsleitbild. Neue Outdoor-Fitnessgeräte ergänzten den Mehrgenerationenplatz, eine Beachvolleyball-Gruppe kam als neue Abteilung hinzu, und die „Hexen von Sörgenloch" schufen mit dem Wichtelweg – über fünfzig bunt gestaltete Hausnummern, ausgestrahlt im SWR – eine Attraktion, die den Ort weit über die Gemeinde hinaus bekannt machte.

Chronik zusammengetragen von Karl-Heinz Hayer · Stand 2016

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